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Im Rahmen eines besonderen sozialen Projektes war die Wohngruppe Haus Sonnenschein im Wachkomazentrum Haus Oase in Gudenhagen zu Gast. Im Mittelpunkt stand die tiergestützte Interaktion und die Frage, wie Begegnungen zwischen Jugendlichen, Hunden und Wachkomapatienten achtsam und sinnvoll gestaltet werden können. Die Jugendlichen hatten sich bereits im Vorfeld intensiv mit den Hunden beschäftigt und ihnen kleine Tricks beigebracht, die später im Kontakt mit den Wachkomapatienten eingesetzt werden konnten. Um eine gut angeleitete und natürliche Begegnung zu ermöglichen, wurde gemeinsam Hunde-Leckerlis gebacken. Diese gemeinsame Tätigkeit schuf einen niedrigschwelligen Zugang und machte es den Jugendlichen leichter, in den Kontakt mit den Patienten zu treten.

Während der beiden Projekttage waren neben den Wachkomapatienten auch Angehörige sowie eine Ordensschwester anwesend. Die Atmosphäre war von Anfang an ruhig, offen und sehr wertschätzend. Es entstanden gute Gespräche und viele stille, aber bedeutungsvolle Momente. Besonders beeindruckend war, mit wie viel Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme die Jugendlichen auf die Situation der Patienten eingingen. Eine Woche später fand ein weiteres Treffen statt, bei dem die Jugendlichen die gebackenen Leckerlis verpackten. Ein Teil davon wurde auf dem Martinsmarkt der Haus Oase verkauft, einige wurden als kleine Aufmerksamkeit mitgenommen und kamen den Hunden der Wohngruppe zugute.

Das Projekt hatte für alle Beteiligten eine nachhaltige Wirkung. Eine Jugendliche konnte während der Begegnungen wertvolle Kontakte knüpfen und beginnt nun einen Praxisblock im Haus Oase im Rahmen ihrer Ausbildung. Als Anerkennung für das Engagement der Wohngruppe darf sich Haus Sonnenschein über eine Unterstützung im Wert von 150 Euro freuen, die von der Charleston Gesellschaft gesponsert wird. Insgesamt war das Projekt für alle Seiten ein großer Gewinn und hat eindrucksvoll gezeigt, wie verbindend tiergestützte Arbeit sein kann und wie viel Sensibilität, Offenheit und soziale Kompetenz in den Jugendlichen steckt.