
Kürzlich besuchte Ulrike Dietz für die Tageszeitung "Der Patriot" unser Haus Sonnengarten. Seit dem Frühjahr 2024 existiert die jüngste Wohngruppe des Sozialwerks, Haus Sonnengarten in Erwitte-Stirpe. In der handlungsorientiert konzipierten Wohngruppe finden derzeit sieben Jungen im Alter von elf bis fünfzehn Jahren ein Zuhause auf Zeit. Unter der Leitung von Dennis Mause und mit Unterstützung von weiteren engagierten Pädagogen, bietet die Einrichtung ein Setting, das zwar familiär ausgerichtet ist, jedoch nicht den Anspruch hat, die eigene Familie zu ersetzen. Die Arbeit mit der Herkunftsfamilie nimmt daher auch einen sehr großen Stellenwert ein. Die Kinder und Jugendlichen, die aus vielfältigen Gründen nicht bei ihren Familien leben können, erhalten in der Gruppe vor allem Geborgenheit und Struktur.

Gruppenleiter Dennis Mause (l.) mit Anneliese Knoop, Beate Schäfer, Anita Jäger von der KFD Stirpe-Weckinghausen
Am Vormittag des 27. März 2025 durfte die Wohngruppe Haus Sonnengarten besonderen Besuch empfangen: Eine Delegation der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) aus Stirpe-Weckinghausen kam auf eigene Initiative in die Einrichtung, die seit dem Frühjahr 2024 in Stirpe beheimatet ist.

Gute Aussichten auf Abenteuer für die Gruppe
Als die Kinder und Jugendlichen mit den Pädagogen des Haus Sonnengarten zu einem Wander- und Bushcraftwochenende aufbrachen, konnten sie noch nicht ahnen, dass sie kurz darauf auf nostalgischen Pfaden wandeln werden. Angekommen im SGV-Heim Ober-Elspe, wurde tatsächlich eine alte und in die Jahre gekommene Mundorgel gefunden. Man einigte sich auf ein passendes Lied aus eben dieser Mundorgel und es erklang aus Vorfreude auf die kommenden drei Tage das Lied „Im Frühtau zu Berge“ tatsächlich aus den Mündern der Erwachsenen und Kinder.
Die Sommersonne ist bereits am Aufgehen. Es ist der 15.07.2024 um ca. 5 Uhr, als die BewohnerInnen des Haus Sonnengarten gemeinsam mit vier Fachkräften und einem Hund die Reise in die Mecklenburgische Seenplatte antreten, um von dort aus eine abenteuerliche Wasserwanderung für acht Tage zu starten. Eine genaue Route gibt es nicht, das Ziel ist ungewiss.
Bei gutem Wetter und einer 8-stündigen Anreise in den Knochen findet eine Sicherheits- und Technikunterweisung im Umgang mit dem Canadier statt. Insgesamt drei Boote mit acht Menschen und einem Hund stechen gegen 15 Uhr in den Leppinsee, vom welchen aus sie die Kanustation Mirow als Tagesziel ausgemacht haben. Der Umgang mit den Booten und das warme Wetter fordern ihren Tribut, dennoch können ca. 2.5 Stunden später alle wohl auf an dem angepeilten Campingplatz anlanden und das Camp aufschlagen. Die Auswahl der Übernachtungsmethode steht allen frei. Neben Zelten besteht die Möglichkeit, unter dem Tarp oder in der Hängematte zu nächtigen.