
Am 20.07. machte sich das Haus Sonnengarten auf den Weg zum Campingplatz am Dreetzsee, um am nächsten Morgen zu einer ganz besonderen Tour aufzubrechen. Die geplante Strecke führte nahezu ausschließlich durch motorbootfreie Gewässer – und auch andere Paddler waren unterwegs kaum anzutreffen. Aufgrund der niedrigen Wasserstände musste die ursprünglich in Feldberg beginnende erste Etappe leider ausgelassen werden.
Nach einer langen Anfahrt mit einigen Staus wurde am ersten Abend zunächst das Lager aufgeschlagen. Nach dem gemeinsamen Abendessen stand schließlich die erste Nacht im Zelt bevor.
Am nächsten Morgen begann nach einer kurzen Einweisung durch die eigens geschulten Pädagogen die erste Paddel-Etappe. Durch traumhafte Natur führte die Strecke über den Krüselinsee bis zum Campingplatz Kolbatzer Mühle. Dort angekommen, sorgten die hohen Temperaturen für die nötige Motivation, den Tag mit einer Abkühlung im Wasser ausklingen zu lassen.
Der folgende Tag startete zwar im Wasser, zunächst jedoch zu Fuß. Rund 500 Meter mussten die Boote getreidelt und dabei sogar Biberburgen überwunden werden. Schließlich erreichte die Gruppe tiefere Gewässer, sodass das Fließ durch den Wald endlich mit den Booten befahren werden konnte.
Nach einer weiteren Umtragestelle stärkte sich die Gruppe bei einem urigen Fischer in Küstrinchen mit Räucherfisch. Diese Pause kam nicht von ungefähr, denn auf dem Weg zum nächsten Ziel wartete noch eine besondere Herausforderung: Die Boote mussten auf speziell für diese Strecke angefertigten Bootswagen rund drei Kilometer durch den Wald transportiert werden.
Nach einer kräftezehrenden Wanderung, die nicht ohne den einen oder anderen Wadenkrampf blieb, erreichte die Gruppe schließlich den Biwakplatz Fegefeuer. Ein besonderer Ort – idyllisch gelegen, aber durchaus herausfordernd. Bei Regen verwandelt sich der Untergrund schnell in eine matschige Angelegenheit, und auf Annehmlichkeiten wie Strom oder fließendes Wasser muss vollständig verzichtet werden.
Der vierte Tag begann, wie der dritte geendet hatte – dieses Mal allerdings wieder mit nassen Füßen. Ab Fegefeuer mussten die Boote im Küstrinchenbach zunächst etwa einen Kilometer getreidelt werden. Plötzlich einsetzender Starkregen erschwerte die Etappe zusätzlich. Nachdem die Gruppe in der alten Lychener Mühle vorübergehend Schutz gefunden hatte, nahm sie schließlich das letzte Stück bis zum Campingplatz am Stolpsee in Angriff.
Bei starkem Wind kann der Stolpsee hohe Wellen entwickeln. Ein Blick auf den Wetterbericht ließ daher bereits erahnen, dass die nächste Etappe nicht ohne Risiko sein würde.
Und genauso kam es: Der Stolpsee zeigte sich am folgenden Tag von seiner rauen Seite. Gewitter und Starkregen zwangen die Gruppe zu einer ungeplanten Pause. Rund eine halbe Stunde musste manövrierunfähig im Schilf ausgeharrt werden, bevor das Wetter es zuließ, das letzte Stück bis nach Fürstenberg zurückzulegen.
Noch am selben Tag wurden die Boote abgegeben. Anschließend machte sich die Gruppe voller Vorfreude auf den Weg zum Bundesplatz der Pfadfinder in Großzerlang, der auch in diesem Jahr den Abschluss der Tour bildete.
Nach den anstrengenden und ereignisreichen Tagen konnten sich dort schließlich alle bei Lagerfeuer und Angeln erholen. So fanden eine außergewöhnliche Paddeltour, viele kleine und große Herausforderungen und eine Woche voller gemeinsamer Erlebnisse einen entspannten Abschluss.














